RTO und RPO
RTO und RPO sind die zwei zentralen Kennzahlen der Notfallplanung. Sie stammen aus dem Business Continuity Management, unter anderem aus der Norm ISO 22301.
Ein Unternehmen legt für seinen Dateiserver fest: RTO = 4 Stunden, RPO = 1 Stunde.
Die Werte werden pro System festgelegt, nicht pauschal für die ganze IT. Grundlage ist eine Business-Impact-Analyse (BIA). Sie beantwortet Fragen wie: Was kostet eine Stunde Stillstand dieses Systems? Und was kostet es, wenn ein halber Arbeitstag an Daten verloren geht?
Die RTO muss dabei kürzer sein als die maximal tolerierbare Ausfallzeit (englisch Maximum Tolerable Period of Disruption, MTPD) – also der Punkt, ab dem ein Ausfall für das Unternehmen nicht mehr verkraftbar ist.
Je kürzer RTO und RPO sein sollen, desto aufwendiger und teurer wird die Umsetzung: häufigere Sicherungen, Replikation auf ein zweites System oder ein bereitstehender Ausweichstandort. Umgekehrt kosten Sicherungen, die häufiger laufen als geschäftlich nötig, nur Geld und Speicherplatz. Gute Zielwerte sind deshalb immer ein Abwägen zwischen Risiko und Aufwand. Mehr dazu findest du im Backup-Leitfaden für KMU.
Die RTO beschreibt die Zeit bis zum Wiederanlauf, die RPO den maximal akzeptablen Datenverlust. Zusammen bestimmen sie, wie Backup und Disaster Recovery ausgelegt sein müssen.
Wir legen gemeinsam mit Ihnen sinnvolle Zielwerte fest und setzen die passende Backup- und Wiederherstellungslösung um. → Server- & Backup-Lösungen
Verwandte Begriffe: Disaster Recovery · Backup · RAID · Zum IT-Glossar