Ransomware
Ransomware (auch „Erpressungstrojaner“) ist Schadsoftware, die Computer, Server oder Daten verschlüsselt und damit unbrauchbar macht. Für die Entschlüsselung verlangen die Täter ein Lösegeld (englisch ransom), meist in Kryptowährung.
Immer häufiger stehlen die Angreifer die Daten vor der Verschlüsselung und drohen zusätzlich mit ihrer Veröffentlichung. Diese Masche heißt Double Extortion (doppelte Erpressung). Ein funktionierendes Backup schützt deshalb vor dem Datenverlust, aber nicht davor, dass bereits gestohlene Daten veröffentlicht werden.
Laut dem österreichischen Bundeskriminalamt gelangen Angreifer unter anderem über diese Wege in Systeme:
Die Maßnahmen im Detail beschreiben wir im Blogartikel Ransomware-Schutz: 7 Maßnahmen für Unternehmen.
Das österreichische Bundeskriminalamt empfiehlt ausdrücklich, kein Lösegeld zu bezahlen. Eine Zahlung garantiert weder die Entschlüsselung noch die Löschung gestohlener Daten, und das Unternehmen kann erneut zum Ziel werden. Auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät gemeinsam mit dem deutschen BKA, sich grundsätzlich nicht auf Lösegeldforderungen einzulassen. Ein Angriff sollte bei der Polizei angezeigt werden.
Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst Lösegeld – oft verbunden mit der Drohung, gestohlene Daten zu veröffentlichen. Der wirksamste Schutz ist die Kombination aus Vorbeugung, getrennten Backups und einem geübten Notfallplan.
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