Ransomware

Ransomware – Definition, Einfallstore & Schutz

Was ist Ransomware?

Ransomware (auch „Erpressungstrojaner“) ist Schadsoftware, die Computer, Server oder Daten verschlüsselt und damit unbrauchbar macht. Für die Entschlüsselung verlangen die Täter ein Lösegeld (englisch ransom), meist in Kryptowährung.

Immer häufiger stehlen die Angreifer die Daten vor der Verschlüsselung und drohen zusätzlich mit ihrer Veröffentlichung. Diese Masche heißt Double Extortion (doppelte Erpressung). Ein funktionierendes Backup schützt deshalb vor dem Datenverlust, aber nicht davor, dass bereits gestohlene Daten veröffentlicht werden.

Wie gelangt Ransomware ins Unternehmen?

Laut dem österreichischen Bundeskriminalamt gelangen Angreifer unter anderem über diese Wege in Systeme:

  • Phishing-E-Mails mit schädlichen Anhängen oder Links
  • gestohlene Zugangsdaten
  • Sicherheitslücken in nicht aktualisierter Software
  • unsichere Fernzugänge, etwa ein offen erreichbarer Remote Desktop oder ein VPN-Zugang ohne zweiten Faktor

Wirksame Schutzmaßnahmen

  • Backups: regelmäßig sichern, mindestens eine Kopie offline oder unveränderbar und vom Netzwerk getrennt aufbewahren und die Wiederherstellung regelmäßig testen.
  • Updates: Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Anwendungen und Firewalls zeitnah einspielen.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: vor allem für E-Mail, Cloud-Dienste und Fernzugänge.
  • Rechte und Netzwerk: Administratorrechte einschränken und das Netzwerk segmentieren, damit sich Schadsoftware nicht ungehindert ausbreiten kann.
  • Schulung: Mitarbeitende so sensibilisieren, dass sie Phishing erkennen und verdächtige E-Mails sofort melden.
  • Notfallplan: Zuständigkeiten festlegen, den Ablauf im Ernstfall vorbereiten und üben.

Die Maßnahmen im Detail beschreiben wir im Blogartikel Ransomware-Schutz: 7 Maßnahmen für Unternehmen.

Lösegeld zahlen?

Das österreichische Bundeskriminalamt empfiehlt ausdrücklich, kein Lösegeld zu bezahlen. Eine Zahlung garantiert weder die Entschlüsselung noch die Löschung gestohlener Daten, und das Unternehmen kann erneut zum Ziel werden. Auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät gemeinsam mit dem deutschen BKA, sich grundsätzlich nicht auf Lösegeldforderungen einzulassen. Ein Angriff sollte bei der Polizei angezeigt werden.

Kurz zusammengefasst

Ransomware verschlüsselt Daten und erpresst Lösegeld – oft verbunden mit der Drohung, gestohlene Daten zu veröffentlichen. Der wirksamste Schutz ist die Kombination aus Vorbeugung, getrennten Backups und einem geübten Notfallplan.

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Verwandte Begriffe: Malware · Phishing · Backup · Disaster Recovery · Zwei-Faktor-Authentifizierung · Zum IT-Glossar